Kurzfassungen der Praxisbeispiele

Freitag, 13. November 2015

Advanced Nursing Practice Rollen in der Schweiz – ein Rahmenkonzept zur Evaluation

Jacqueline Martin, Elisabeth Spichiger

Die Schweiz ist mittlerweile bereit für eine rasche Einführung und Entwicklung von Advanced Nursing Practice (ANP) Rollen. Unklarheiten bezüglich dieser Rolle werden allerdings immer wieder als bedeutende Hürde für eine erfolg-reiche Rollen-Integration beschrieben. Unsystematische Evaluationsansätze tragen zu ungenügend definierten Rol-len und gescheiterten Versuchen bei, die Auswirkungen von ANP Aktivitäten auf relevante und sensitive Ergebnisse nachzuweisen. Deshalb wird ein Rahmenkonzept zur systematischen Evaluation vorgeschlagen, um evidenzgestütz-te Entscheidungen einzuführen, zu implementieren und zu gestalten – mit dem Ziel, ANP Rollen in der Schweiz zu fördern. Die Evaluation von Strukturen, Prozessen und Ergebnissen aus der Sicht verschiedener Stakeholder vermag eine optimale Entwicklung und Integration von ANP Rollen im schweizerischen Gesundheitswesen zu unterstützen. 

APN geleitete Transitionssprechstunde für Jugendliche und junge Erwachsene mit angeborenem Herzfehler – erste Verlaufszahlen und Ergebnisse

Corina Thomet, Carina Lindenberg, Markus Schwerzmann

In der Schweiz kommt eines von 100 Kindern mit einem angeborenen Herzfehler zur Welt. Heute erreichen über 90% dieser Kinder das Erwachsenenalter. Um diese Jugendlichen und ihre Eltern einerseits auf den Übergang von der Kinder- auf die Erwachsenenkardiologie vorzubereiten und andererseits im Umgang mit dem Herzfehler zu unterstützen, wurde 2012 eine APN geleitete Transitionssprechstunde eingeführt. Drei Jahre nach Einführung des Angebots wurde die Perspektive der Betroffenen mittels einer qualitativen Studie exploriert.

Advanced Nursing Practice in der Kontinenzförderung: vorbereitende Arbeiten zur Implementation

Cornelia Bläuer, Esther Sackmann

Urininkontinenz ist ein weitverbreitetes Leiden mit negativen Auswirkungen für die Betroffenen. Die Kontinenzför-derung wird in Spitälern zunehmend als Qualitäts- und Sicherheitsaspekt in die Versorgungsstrategie integriert. Management- und Fachführung des Universitätsspital Basel haben mittels eines Advanced Nurse Practice Ansatzes (ANP) eine Strategie für das zukünftige Versorgunsgsangebot zur Kontinenzförderung entwickelt. Das systemati-sche Vorgehen orientierte sich am Peppa-Framework einem Instrument zur Entwicklung, Einführung und Evaluation von ANP Konzepten.

APN im Universitätskinderspital Zürich - Pflege und Ärzte auf Augenhöhe?!

Yvonne Huber, Elisabeth Müller-Kägi

Im Universitätskinderspital Zürich wird Advanced Nursing Practice (ANP) seit 2001 implementiert. Die Steuerung der ANP Projekte erfolgen unter der Führung von Pflegemanagement und Pflegeentwicklung. Die Ärzte sind in Form eines fachlichen Beirates in die ANP-Entwicklung im spezifischen Fachbereich involviert. Durch die klinische Zu-sammenarbeit entwickeln sich Partnerschaft, Handlungsspielräume und Kompetenzen. Wie sieht es jedoch mit den Ärzten aus, in deren Fachbereich noch keine ANP-Etablierung stattgefunden hat? Zur Beantwortung dieser Frage wurde am Kinderspitaleine Befragung der Leitenden Ärzte der Pädiatrie zur weiteren Implementation von Pflegeex-perten ANP durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen grosse Unterschiede und lassen hoffen.